... für deine gelungene Kanutour ...
Die größte Hürde bei der Vorbereitung auf eine Tour ist die Packliste. "Was soll unbedingt mit? Was darf mit? Und was bleibt besser zu Hause?" ... und ja, wir haben da schon so manches gesehen und erlebt. Im Regelfall wird einfach viel zu viel eingepackt. Daher haben wir im Folgenden eine Liste von Dingen zusammengestellt, die unbedingt dabei sein sollten; und Dingen, die man vielleicht auch zuhause lassen kann.
Und hilfreich ist es auch, wenn du diesen einen Satz im Kopf behältst:
"Könnte ich - außer Lebensmitteln - alles,
was ich mitnehme,
auch über die ganzen Tage
auf dem eigenen Rücken schleppen?"
Wenn die Antwort darauf ein mehr oder weniger sicheres "Nope. Im Leben nicht." ist, dann hast du garantiert zu viel eingepackt.
An Land wollen wir vor allem Kochen & Schlafen. Also packen wir die notwendigen Dinge zusammen.
Beginnen wir mit dem Wichtigsten, dem guten und erholsamen Schlaf:
Punkt. Und selbst da kann man gerade im Sommer sehr gut improvisieren. So reicht statt des Zeltes durchaus auch ein Tarp (eine Plane), unter dem man schläft. Und bei sommerlichen Temperaturen muss auch nicht der dicke Winterschlafsack mit. Vielmehr reicht eine Decke oder ein Hüttenschlafsack oft aus.
Natürlich ist das seelische Wohl unvollständig, wenn wir das leibliche Wohl vernachlässigen.
Natürlich ist das seelische Wohl unvollständig, wenn wir das leibliche Wohl vernachlässigen.
Wie viel davon? Naja, ein T-Shirt kann man draußen schon mal 2, 3 oder auch 4 Tage tragen. Und ein warmer Pullover reicht völlig aus. Genauso, wie eine Hose. Wichtig ist jedoch: Ein kompletter Satz Wechselwäsche MUSS dabei sein! (Unterwäsche, Hose, Pullover/Jacke, T-Shirt, Socken) Ganz egal, wie kurz unsere Tour wird. Denn sollte doch mal irgendwas passieren - der Regen hat uns komplett durchnässt; wir sind ins Wasser gefallen; etc. -, dann sind trocken Wechselsachen eine Wohltat für Körper und Seele.
Selbst wenn eure Sachen mal nass werden: Sie trocknen wieder. Und ihr seid in Sonne und Wind unterwegs. Da trocknen die Sachen schneller als im Trockner zu Hause.
Wichtig für Kajak-Fahrer: Jedes überflüssige Kleidungsstück nimmt anderen wichtigen Dingen, wie etwa Lebensmitteln, Platz weg. Überlegt also bei jedem Teil, das ihr mitnehmen wollt: "Brauche ich das wirklich? Ist mein Urlaub kaputt, wenn es hierbleibt?"
Für die Hygiene und den komfort brauchen wir ebenfalls noch ein paar Sachen:
Denkt daran: Auf dem Wasser scheint die Sonne zwei Mal! Einmal von oben; und einmal durch die Reflexion auf dem Wasser von unten. Außerdem spürt ihr die Sonne auf dem Wasser weniger, weil die umgebende Luft schon beim leisesten Windhauch (und bei Windstille vom Fahrtwind) kühlend wirkt. Daher ist der Sonnenbrand bzw. sogar der Sonnenstich eine permanente und nicht zu unterschätzende Gefahr.
Neben all den lebenswichtigen Dingen brauchen wir vielleicht noch ein paar weitere Sachen. Manche sind notwendig; andere machen uns die Tour schöner:
Gerade Bargeld ist in unserer Seenplatte immer noch super-wichtig. Viele Einrichtungen haben gar kein oder sehr schlechtes Internet; so dass sie keine Kartenzahlungen akzeptieren können. Und Geldautomaten sind oft viele Kilometer entfernt; während Taxis nur schlecht - und gelegentlich auch nur mit tagelanger Voranmeldung - zu bekommen sind.
Die Abfalltüten können beim Wasserwandern vielfältig eingesetzt werden: Natürlich als Abfallbeutel, um Abfall an Land entsorgen zu können; aber auch als "Packsäcke", indem sie die Sachen vor Regen und Tropfwasser schützen. Oder sie dienen als "schnell angezogene Regencapes", indem man einfach drei Löcher reinmacht und sie wie einen Pullover anzieht.