Tipps für Einsteiger & Anfänger

Unsere Tourenvorschläge für euch...

Die allererste Kanutour meines Lebens

... für deine gelungene erste Kanutour ...

ungeführte Touren
Nur du, dein Kanu & die Wildnis ...

Deine allererste Wasserwander-Tour mit dem Kanu steht vor der Tür. Und du hast zahllose Fragen, die dir durch den Kopf schwirren? Schauen wir uns die wichtigsten Dinge mal an.

Ich habe keine Ahnung vom Paddeln. Bekomme ich das trotzdem hin?

Bei der Übergabe des Bootes an dich bekommst du auch gern eine Einweisung in die Paddeltechniken. Das ist kein Hexenwerk und keine Raketenwissenschaft. Du wirst es also sehr schnell lernen.

Schaffe ich das Paddeln körperlich überhaupt?

Beim Paddeln machst du grundlegende Bewegungsabläufe. Nichts daran ist schwierig oder kompliziert. Man braucht auch keine besondere Kraft. Wenn du das Paddel anheben kannst, dann hast du bereits genug Kraft. Und man verinnerlicht den Bewegungsablauf innerhalb von Minuten. Wenn du die ausgestreckten Arme im Viertelkreis von vorn nach unten schwenken kannst, hast du den wesentlichen Teil des Bewegungsablaufs bereits drauf. Außerdem ist Wasserwandern kein Leistungssport. Du kannst es also gern ruhiger angehen lassen.

Bekommt man vom Paddeln Muskelkater?

Nein. Paddeln ist kein anstrengender Sport, bei dem man die Muskeln sonderlich beansprucht. Aber es kann passieren, dass dir die Arme "lahm" werden, wenn du eine falsche Paddel-Technik anwendest. Doch bei der Einweisung in das Boot zeigen wir dir, wie du "richtig paddelst", so dass du dir um Muskelkater und Zerrungen keine Sorgen machen brauchst.

Was ist das Schwierigste beim Paddeln?

Das Schwierigste ist tatsächlich das gute Teamplay beim Paddeln: Einfach dem anderen zuzugestehen, dass er eine andere Lernkurve hat. Wenn man das halbwegs hinbekommt, dann ist alles andere nachgerade einfach. Am zweitschwierigsten ist sicherlich das Lenken. Boote auf dem Wasser verhalten sich beim Lenken anders, als man es von den Autos, Mopeds und Fahrrädern an Land gewohnt ist. Diese Umstellung und der Lernprozess brauchen einige Zeit. Aber auch das ist kein Hexenwerk. Und wir zeigen euch bei der Tourenbesprechung gern, wie man das Boot richtig lenkt. Der Rest ist Übungssache: Nach ca. 2-3 Stunden hat man es dann so gut drauf, dass Beobachter nicht mehr denken, man fahre besoffen herum oder vermesse gerade den See...

Eure Tourenvorschläge sind oft mit Tagesetappen von 15, 20 oder sogar noch mehr Kilometern angegeben. Schafft man das als Anfänger überhaupt?

Du paddelst - auch als Anfänger - mit einer Geschwindigkeit von etwa 3-5 km/h. Anfangs wirst du sicherlich noch ein bisschen im Zick-Zack über den See fahren; aber sobald du das mit dem Lenken auch drauf hast, unterscheidet sich deine Paddel-Geschwindigkeit nicht mehr wesentlich von jener der Profis. Wasserwandern ist schließlich kein Leistungssport. Vielmehr ist für uns der Weg das Ziel. Wir wollen die Tour genießen und haben Zeit für den Blick nach oben (Seeadler, Fischadler), links und rechts (Eisvogel, Rohrdommel, Möwen, Reiher, etc.).

Insofern planen wir die Tagesetappen so, dass man ungefähr 3-5 Stunden am Tag für das Paddeln benötigt, um von einem Etappenziel zum nächsten zu gelangen. So oder so. Als Anfänger oder als Profi. Außerdem sind unsere Tourenvorschläge vor allem eines: Vorschläge. Wenn du feststellst - und sei es auch erst unterwegs -, dass du an diesem Tag dann doch lieber mal früher vom Wasser kommen willst (oder es nicht so weit schaffst, weil du viel Zeit vertrödelt hast), dann kannst du auch einfach an einem anderen Campingplatz anhalten.

Tipp: Wir haben in den letzten mehr als 20 Jahren Zehntausenden Leuten ihre Wasserwanderungen ermöglicht. Glaube es oder nicht: Wir haben die Erfahrung, die dir noch fehlt. Wir wissen, was du dir zumuten kannst. Und wir helfen dir spätestens bei der ausführlichen Tourenbesprechung, wenn du dich zu übernehmen drohst. Sei also versichert: Wir lassen dich nicht im Stich! Ganz egal, wie viel oder wenig Erfahrung du hast.

Kann das Boot umkippen?

Jedes Boot kann umkippen. Allerdings muss man dafür schon reichlich Fehler machen. Bei der Übergabe des Bootes an dich bekommst du eine ausführliche Einweisung, bei der wir dir zeigen und erklären, was du mit dem Boot machen kannst ... und was besser nicht.

Was mache ich, wenn das Boot umkippt?

Schwimmen. :) Im Ernst: Es kommt super-selten vor, dass ein Boot umkippt. Und wenn doch, dann am ehesten direkt am Steg beim Ein- oder Aussteigen. Falls dein Boot also umkippen sollte, dann wirst du ziemlich sicher im flachen Wasser stehen. Aber auch hier sei beruhigt: Wir kennen die Gefahren beim Ein- und Aussteigen. Und wir zeigen dir bei der Einweisung, was du vielleicht besser vermeiden solltest, wenn du nicht willst, dass dein Boot umkippt.

Kann das Boot untergehen?

Ein ganz klares und absolut 100%iges NEIN. Es kann absolut nicht untergehen. Es geht nicht unter, wenn es umkippt. Und es geht nicht einmal unter, wenn es komplett voll mit Wasser ist. Stattdessen schwimmt es immer an der Oberfläche des Wassers weiter. (Wir dürfen gar keine Boote verleihen, die untergehen könnten. Das verlangen die Sicherheitsbestimmungen.)

Ich bin ein schlechter Schwimmer. Was mache ich, wenn das Boot doch mitten auf dem See umkippt?

Du müsstest schon ziemlich viel falsch machen, damit das Boot überhaupt umkippen kann. Aber wenn dir das mitten auf dem See passiert, hast du hoffentlich eine unserer Schwimmwesten an. Dann hältst du dich am Boot fest (das Boot KANN NICHT untergehen) und schwimmst mit ihm in Richtung Ufer. Dort ist es so flach, dass du bequem stehen kannst. Dort drehst du das Boot wieder richtig herum, wischst das Wasser heraus, setzt dich rein und sammelst deine Sachen ein. Warum erst jetzt? Weil alles, was untergehen kann, sowieso untergeht; und alles was schwimmt, vom Wind ans Ufer getrieben wird; so dass du es vom Boot aus leicht einsammeln kannst. Kümmere dich also zuerst um deine Besatzung und das Boot; und dann um den Rest!

Ich bin ein guter Schwimmer. Muss ich eine Schwimmweste tragen?

Jeder, der die Gefahren kennt, die vom Wasser ausgehen können, wird bei dieser Frage entsetzt zusammenzucken: Du wirst keinen ernsthaften Wassersportler finden, der jemals ohne Schwimmweste aufs Wasser geht. Ganz egal, wie gut er schwimmen kann. Und dafür gibt es viele Gründe, wenn man die möglichen Gefahren kennt. Nur zwei seien genannt: Du schwimmst vielleicht wirklich, wie ein Fisch im Wasser. Aber was machst du, wenn dein Bootskamerad plötzlich Wasser schluckt und in Panik gerät? Du brauchst deine Hände und Füße, um dich selbst über Wasser zu halten. Hättest du eine Schwimmweste an, könntest du jetzt helfen, weil du die Hände frei hättest ... Und wie willst du, falls dein Boot doch mal umgekippt ist, das Boot wieder umdrehen? Dazu brauchst du die Hände. Aber ohne Schwimmweste brauchst du die Hände, um selbst über Wasser zu bleiben...

Ist Regen gefährlich beim Paddeln? Wegen Gewitter, und so ...

Grundsätzlich sind Regen und Gewitter nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Doch die Gefahr ist nicht, dass du womöglich vom Blitz getroffen wirst. Tatsächlich wurde in Deutschland noch nie ein Kanu-Fahrer vom Blitz getroffen. Viel größer ist die Gefahr, die von Sturmböen ausgehen kann. Der zum Teil durchaus starke Wind, der kurz vor und während des Regens einsetzen kann, ist durchaus imstande, dich an der Weiterfahrt zu hindern oder - bei uns in der Seenplatte allerdings eher selten - durch hoch auftürmende Wellen dein Boot umzukippen oder mit Wasser zu fluten.

Doch auch hier gilt: Wir kennen den Wetterbericht. Und wir kennen unsere Gewässer. Wenn wir der Meinung sind, dass eine Gefahr bestehen könnte, dann sagen wir es dir bei der Tourenbesprechung. Und wenn es wirklich gefährlich werden sollte, wirst du auch erleben, dass wir dir einfach kein Boot geben.

Muss ich die Tour abbrechen, wenn es längere Zeit regnet?

Regen ist jetzt nicht unbedingt das, was wir bei einer Kanu-Tour dauerhaft haben wollen. Aber manchmal hat man eben Pech mit dem Wetter. So ist die Natur nun einmal. Regen ist dabei kein Grund für einen Abbruch der Tour. Wichtig ist, dass du die richtigen Klamotten dabei hast. Gute Regensachen sind nicht nur auf dem Wasser unerlässlich, wenn der Wetterbericht möglicherweise mal Regen ankündigt. Außerdem bekommst du von uns wasserdichte Säcke bzw. Tonnen. Darin hast du deine trockenen Wechselsachen, die du anziehen kannst, sobald du wieder an Land bist und das Zelt aufgebaut hast.

Ich würde gern mit meinen Kindern (4 und 9 Jahre) paddeln gehen. Funktioniert das überhaupt?

Natürlich brauchst du auch Vortrieb, wenn du vorwärts kommen willst. Da sind kleinere Kinder meist nicht besonders hilfreich. Sie kommen kaum richtig am Wasser an, das Paddel ist schwer; und es wird ihnen meist auch ziemlich schnell langweilig, wirklich aktiv mitzupaddeln. Insofern wirst du das Boot dann mehr oder weniger allein paddeln müssen. Das wird logischerweise etwas anstrengender für dich. Aber es ist nicht unmöglich. Außerdem kannst du bei der Touren-Besprechung mit unseren Mitarbeitern so planen, dass du kürzere Tagesetappen fährst. Das gibt dir mehr Zeit, schont deine Kräfte ... und nicht zuletzt auch deine Nerven. Aber prinzipiell kannst du natürlich auch allein mit zwei oder drei Kindern fahren, ohne dass du auf dem Wasser verloren gehen wirst.

Tipp: Ein (kleines) Kind pro Erwachsener. ... und schon ist das Paddeln kein Kraftakt mehr. Wenn du also mit zwei Kindern paddeln gehen möchtest, dann fahrt doch zu viert. Und Kinder ab etwa 11, 12 Jahren paddeln ausdauernder und schneller, als viele Erwachsene.

Tipp 1: Plane nicht zu viel!

Deine Wasserwander-Tour mit dem Kanu soll Erholung werden. Dabei ist der Weg das Ziel. Je enger deine Zeitpläne sind, desto unentspannter wird die Tour. Du wirst immer mal wieder an Schleusen warten oder durch Umtragen aufgehalten werden. Und du willst auch an den schönen Stellen mal ein bisschen langsamer machen, dich vielleicht sogar mal einfach so eine halbe Stunde lang vom Wind treiben lassen. Enge Zeitpläne und die damit einher gehende Frustration überlassen wir den Hobby-Kapitänen auf ihren Hausbooten. Wir entspannen und genießen die Natur.

2 - 4 Paddelstunden am Tag reichen! Unsere Tourenvorschläge sind allesamt so geplant, dass du jeden Tag "nur" etwa 2 - 4 Paddelstunden zum nächsten Tagesziel auf dem Wasser verbringst. So hast du genug Zeit, auch mal ein Fischbrötchen zu essen oder den Fischadler zu beobachten.

Du paddelst mit einer Geschwindigkeit von etwa 3 - 7 km/h. Mit dem Canadier (Stechpaddel) etwa 3 - 5 km/h; mit dem Kajak (Doppelpaddel) etwa 5 - 7 km/h. Auch als Anfänger. Das bedeutet, dass du "nur" etwa 10 - 20 km pro Tag paddelst. Das reicht völlig aus.

Tipp 2: Packe nicht zuviel ein!

Wenn du schon mal wandern warst, weißt du: Alles, was du mitnimmst, musst du auch schleppen. Zwar hast du bei einer Kanutour dein Boot als Lastesel; aber du musst trotzdem jeden Tag alles erst ein- und abends wieder auspacken. Gerade bei den Klamotten übertreibt man es gern: Brauchst du wirklich für jeden Tag einen kompletten Satz frischer Wäsche?

Zelt, Schlafsack, Geld, Sonnencreme und ein Satz Wechselwäsche. Damit kommen erfahrene Wanderer ziemlich lange aus. Alles andere ist schon Luxus.

Wir haben für euch eine Packliste fürs Wasserwandern zusammengestellt. Da findest du alles, was du für die Tour wirklich brauchst.

Tipp 3: Beachte das Wetter!

"Es gibt kein falsches Wetter. Nur falsche Kleidung." Diesen alten Spruch haben alle auf den Lippen, die es gewohnt sind, dem Wetter nicht ausweichen zu können. Ein vollständiger Satz Wechselklamotten kann, wenn er trocken gehalten wird, nach einem kalten Regenschauer die Stimmung schnell wieder anheben. Und der warme Pullover hilft, an kühleren Abenden mehr Zeit zu haben, die Sterne zu beobachten.

Unser einziger echter Feind beim Wasserwandern ist der Wind. Alles andere ist kein wirkliches Problem.

Wir haben für euch eine Packliste fürs Wasserwandern zusammengestellt. Da findest du alles, was du für die Tour wirklich brauchst.

Tipp 4: Essen macht Spaß!

So ein Tag an der frischen Luft macht durchaus hungrig. Natürlich kannst du spartanisch leben und dich auf der Tour von Nudeln mit Tomatensoße oder Reis mit Pesto ernähren. Aber so ein leckerer Fisch, frisch beim lokalen Fischer gekauft, gebraten über dem Lagerfeuer (Tipp: im einfachsten Fall nur in Alufolie einwickeln, Gewürze dazu und dann ins Feuer legen, bis er gar ist), ... hmmmmmmm .... das ist schon was Feines. Genieße das Leben! Und das Essen!

Unsere Vorschläge für deine nächste Kanutour führen dich alle etwa 2 - 3 Tage an einem Supermarkt vorbei. Hier kannst du kostengünstig Lebensmittel nachbunkern.

Öffnungszeiten
April - September von 9 - 18 Uhr
Oktober - März nach telefonischer Absprache
Heute Heute nur nach telefonischer Absprache.
Rufe uns einfach unter 0174 – 8275230 an!